Gaffer – ein Thema von trauriger Aktualität.

Menschen bremsen an Unfallstellen ab, um Fotos oder Videos zu machen und teilen diese Aufnahme sogar auf sozialen Plattformen. In schwerwiegenden Fällen können solche Aktionen sogar Rettungskräfte behindern.

Fotografieren und Filmen von Unfällen und Verletzten ist unmenschlich und eine Straftat.

Es gilt das Recht am eigenen Bild – die Hilflosigkeit anderer Personen zur Schau zu stellen, ist streng untersagt. Dennoch sind dreiste Gaffer zum Alltagsproblem für Rettungskräfte geworden. Was können wir dagegen tun?

Hinsehen ist ein menschlicher Impuls, der unbewusst passiert.


Gaffen ist eine Aktion, für die man sich bewusst entscheidet.

Die Konsequenzen für das Opfer:

Starke Gefühle der Hilflosigkeit, Entmenschlichung, posttraumatische Belastungsstörungen, Re-Traumatisierung beim Ansehen von Videomaterial, nachhaltige Auswirkung auf das Leben nach dem Unfall

Die Konsequenzen für den Gaffer:

Bei Verbreitung von Foto- oder Videomaterial bis zu zwei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe / bei Gaffen allein als Ordnungswidrigkeit bis zu 1.000 € Bußgeld / bei Behinderung der Rettungsmaßnahmen bis zu 5.000 €